1723: Der erste patentierte Feuerlöscher von Ambrose Godfrey. Dieser bestand aus einem Fass Feuerlöschmittel und einer Zinnkammer mit Schießpulver. Das Schießpulver wurde durch viele verbundene Sicherungen gezündet. Die Explosion ließ das Löschmittel austreten.
1818:Der Britische Kapitän George William Manby hat die nächste Generation von Feuerlöschern erfunden. Seine Feuerlöscher bestanden aus einem Kupfernen Kessel in den 3 Gallonen (13,6 L) hineinpassten. Dieser Feuerlöscher war mit gelöster Pottasche gefüllt und wurde mit Luft unter Druck gesetzt.
1866: Der erste Kohlensäurelöscher wurde von Francios Carlier aus Frankreich erfunden. Er hat Wasser mit Natron vermischt und Weinsäure dazugegeben. Durch die chemische Reaktion entstand das Druckgebende CO2.
In den weiteren Jahren nach 1866-1881 wurde der Kohlensäurelöscher von dem Amerikaner Almon M. Granger ausgebaut. Sein Feuerlöscher bestand aus einer chemischen Reaktion zwischen Natriumhydrogencarbonat und Schwefelsäure die das Druckgebende CO2 produzierte. Durch den Druck wurde Wasser auf dem Löscher gebracht.
1881: Der erste Aufladefeuerlöscher wurde von der Firma "Read & Campbell" in England erfunden. Diese Feuerlöscher waren mit Wasser oder auf Wasser basierenden Lösungen gefüllt. Später erfand die Firma auch den ersten Halonfeuerlöscher - den Tetrachlorkohlenstofffeuerlöscher, dieser war für Autos vorgesehen.
1904: Der erste chemische Schaumfeuerlöscher wurde von dem Russen Alexander Loran erfunden, basierend auf seiner Erfindung von Löschschaum. Dieser Schaumfeuerlöscher funktioniert und sieht ähnlich aus wie der Kohlensäure-Typ von Carlier, nur dass die inneren Teile anders waren. Das Löschmittel wurde aus Wasser, Schaummittel (meistens Süßholzraspel) und Natriumcarbonat hergestellt.
1910: Die Firma "Pyrene" legte ein Patent für den Tetrachlorkohlenstofffeuerlöscher, der Brände bekämpfen sollte, ab. Der Tetrachlorkohlenstoff verdampft und bildet eine dicke Schicht aus Rauch, der die Sauerstoffzufuhr zum Brand unterbindet. Die Firma hat 1911 das Löschmittel in Messing- oder Chrombehältern gefüllt und mit einer Handpumpe versehen. Diese Halonlöscher sind mit 1,1 L, 0,6 L, oder bis zu 9 L gefüllt und wurden Drucklos geliefert. Da das Löschmittel durch die Pumpe ausgespritzt wird, konnte der Feuerlöscher Vorort neu befüllt werden.
In dieser Zeit wurde auch eine weitere Art von Feuerlöschern erfunden: die Löschgranate. Diese bestand aus einer Faustgroßen Glaskugel die am Anfang mit Salzwasser, später aber mit Tetrachlorkohlenstoff gefüllt waren.
Tetrachlorkohlenstoff wurde für flüssige und elektrische Brände verwendet und hat sich bis in die 1950er Jahre gut durchgesetzt. Danach wurde man auf die Nachteile des Löschmittels aufmerksam: Tetrachlorkohlenstoff schädigt das Nervensystem und die inneren Organe. Darauf hinaus wird, wenn das Halon auf das Feuer verwendet wird, die Hitze zu Phosgen, dass auch in chemischen Waffen eingesetzt wird! Tetra-Feuerlöscher wurden immer seltener.
1924: Der CO2 Feuerlöscher wurde durch einen Antrag auf ein rückstandsfreies Löschmittel für Telefonzentralen erfunden, von der Firma "Walter Kidde". Der Feuerlöscher bestand aus einem Metallzylinder, einem Drehventil aus Messing zum öffnen des CO2 durchflusses, einem aus mit Baumwolle bedeckten Schlauch, und einem Trichterförmigen Rohr womit CO2-Schnee gemacht wurde. CO2 ist heute immer noch im Einsatz bei Räumen mit hochwertigen Material wie EDV-Räume. Das Ozonfreundliche Löschmittel wird viel in Film und Fernsehen verwendet.
1928: Der erste Auflade-Trockenfeuerlöscher wurde von der damaligen Firma "Dugas" erfunden.
1940: In Deutschland wurde der flüssige Bromchlormethanfeuerlöscher zum ersten mal für den Einsatz in Flugzeugen hergestellt - ein anderer Halonlöscher. Dieses Löschmittel ist etwas weniger toxisch als Tetrachlorkohlenstoff und wurde bis 1969 genutzt.
Das im Löschmittel enthaltene Methylbromid wurde 1920 in Europa entdeckt und wurde bis in die 1960er ausgiebig verwendet. Dieses Löschmittel ist ein Niederdruckgas, dass durch die Hemmung der Kettenreaktion des Feuers funktioniert. Methylbromid hat die am höchsten toxische Flüssigkeitsverdampfung. Die chemischen Nebenprodukte und die hochgiftigen Dämpfe konnten in geschlossenen Räumen in den Tod führen!
1989: Das Montral-Protokoll hat die Benützung von Halonfeuerlöschern jeglicher Art in den meisten Ländern Europas verboten.
Zusammengestellt von David Dallmann






