Brandmeister Johann Wild, SPD Mitglied und Mitglied der Republikschutzorganisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ hatte seit Machübernahme der Nazis laufend ausländische Rundfunksengungen abgehört.
Johann Wild ( geb. 24. Mai 1892, gest. 17.Mai 1941)
Nach Kriegsausbruch machte er seinen Unmut gegen das Regime mit einer selber gemachten Broschüre Luft.
Aus Zeitungen schnitt er Bilder und Textstellen heraus und montiert daraus eine 20 seitige Broschüren, die z.B. ein Zeitungsbild von Adolf Hitler zeigte, dass mit der Unterschrift „Sprachrohr der Mörder, der Führer bei seinen Banditen“ versehen war. Weihnachten 1939 verschickte er diese nach Berlin.
Er wurde entdeckt und vom Sondergericht zum Tod verurteilt. Im Mai 1941 verkündeten rote Plakate die Vollstreckung der Hinrichtung.

StAN : Sg 54/41
Anstelle geplanten, systematischen Widerstandes von Gruppen, der schon in den ersten Jahren der NS - Herrschaft nahezu restlos zerschlagen worden war, hatte es der Überwachungen und Verfolgungsapparat des Regimes seit Kriegsbeginn mit einer wachsenden Zahl oppositioneller Äußerungen und Handlungen von Einzelenen zu tun. Zu diesem individuellen "Wiederstand des kleinen Mannes " gehört auch der Fall des ehemaligen Sozialdemokraten und Feuerwehrdienstleistenten johann Wild.
- Nürnberg im Krieg - Robert Fritsch
Johann Wilds Name (angeblich benutzte er eine Dienstschreibmaschine, der Schriftvergleich übeführte ihn) wurde Ende der 70er Jahre auf dem Ehrenmal für im Krieg gefallene oder im Dienst verunglückte Feuerwehrmänner angebracht.
Ein von den Nazis ehemaliger Verfolgter (VVN) hatte beim Personalratsvorsitzenden der Feuerwehr vorgesprochen und die Anbringung des Namens bewirkt.
Helmut Adler
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