Feuerwache Maxtor

Die „Filialfeuerwache am Maxtor“·

(Zusammengefasst März 2010 von Helmut Adler)

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Stationen

Am 15. August 1880 wurde infolge Regulierung des dortigen Platzes die Feuerwache am Laufer Tor eingezogen. 1879 gab es neben der Centralwache· drei auf der Sebalder Seite, die da waren, die Wachen am Tiergärtner Tor, die Rathauswache (1880 im VB nicht mehr erwähnt) und eben die am Laufer Tor.· Anstelle der Laufer Tor Wache wurde 1880 beschlossen, eine neue gemeinschaftliche Feuerwache am Maxtor zu errichten.

Am 1. August 1881 wurden dann die Wachen am Tiergärtner Tor und jene im Rathaus eingezogen, die· (neue) Maxtorwache des Nachts von 14 Mann der freiwilligen Turn- und Feuerwehr· (seit 1879 auch als Abteilung I bezeichnet) und einen Telegrafisten bezogen.

 

Feuerwache am Maxtor

Maxtor heute

Obwohl bei Nacht und während der Fütterzeit bei Tag auf der Centralfeuerwache 14 Pferde des städtischen Fuhrparks zur Verfügung standen, wurden die Fahrzeuge der Filialwache am Maxtor anfänglich von Hand befördert.

Im Jahre 1890 wird die Bespannung neu geregelt,· indem bereits die Mittel für die Erbauung eines Stalles daselbst genehmigt sind.

1891 meldet der Verwaltungsbericht:· Die Bespannung für die Maxthorwache kommt im Frühjahr 1892 zu Vollzug, nachdem der Stallbau daselbst im Laufe des vergangenen Spätsommers fertig gestellt worden ist, und die betr. Lokalitäten nur noch des Austrocknens bedürfen.

Eine Bestandsaufnahme der Geräte zu dieser Zeit ergibt folgendes Bild:

Maxtorwache

Geräte.

Im Dienst stehen 15 bespannbare Geräte, welche in 5 Züge formiert sind.

Zug 1 ist ausgerüstet mit 2 Spritzen mit angehängten Schlauchhaspeln, 1 Mannschafts- und Requisitenwagen und 1 Schiebleiter;

die Züge 2- 4 haben dieselben Geräte wie Zug 1, jedoch anstatt 2 nur 1 Spritze.

Der 5. Zug besteht aus Dampfspritze und Requisitenwagen.

Die Züge 1-3 und 5 sind in der Hauptfeuerwache und der 4. Zug in der Maxtorfeuerwache untergebracht.

In den Vorstädten befinden sich in 8 Stationen mit der Hand fortbewegbare Schlauchhaspel, welche für den ersten Angriff bestimmt sind und von den dort wohnenden Feuerwehrleuten bedient werden.

Bespannung.

Der Pferdebestand wurde im Laufe des Jahres um ein Paar vermehrt, sodaß jetzt 20 Pferde während der Nacht der Feuerwehr zur Verfügung stehen, wovon 16 Pferde im Stall der Hauptfeuerwache und 4 Pferde im Stall der Maxtorfeuerwache untergebracht sind.

1896 werden im VB unter Organisation und Personal die verschiedenen Abteilungen näher erklärt, uns dienen diese zur weiteren Erläuterung der Fußnote.

Der Löschdienst wird durch die städtische Berufsfeuerwehr und zwei Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr ausgeübt.

Die städtische Berufsfeuerwehr ist nicht ausschließlich im Feuerwehrdienst beschäftigt, vielmehr sind die Berufsfeuerwehrleute in erster Linie als Handwerker und Taglöhner für die Stadt im Dienst genommen und zwar als Schlosser, Schmiede, Zimmerleute, Arbeiter für Telegraphen- und Blitzschutzanlagen sowie als Straßenreiniger.

Die Abteilung I der freiwilligen Feuerwehr (freiwillige Turn- und Feuerwehr) besteht aus hiesigen Einwohnern verschiedener Klassen ohne besondere Zusammengehörigkeit, der Abteilung II (freiwillige Feuerwehr des Turnvereins) gehören nur Mitglieder des Turnvereins an.

1902, nachdem die “Nebenfeuerwache West” in Betrieb genommen wurde, versehen in der Nebenfeuerwache am Maxtor von 9 Uhr abends bis 5 Uhr früh 10 Mann der freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst. Dort steht nun der sechste Zug, bestehend aus Mannschafts- und Schlauchwagen mit Wagenspritze und Bespannung· (vier Pferde)

1913· (auf meinen Aufsatz: - Der Großbrand in der Nisterschen Kunstanstalt ... Feuerwehrkrisis – wird verwiesen) meldet der Verwaltungsbericht die Aufhebung der Maxtorwache, für die zu Wolfermann’s Zeiten noch ein weiterer Ausbau vorgesehen war, so steht im VB 1908 :

Ferner wurde geplant die Feuerwache am Maxtor für einen vollständigen Löschzug, womöglich mit Automobilantrieb auszubauen.

Verwaltungsbericht 1913: Im Laufe des ersten Halbjahres 1913 lösten sich die freiwilligen Abteilungen I, II, III und die Unterabteilung Erlenstegen der Abteilung VIII auf, letztere mit der Begründung, daß nach der Indienststellung der nahe gelegenen Feuerwache Ost auf Hilfeleistung seitens der freiwilligen Feuerwehr verzichtet werden könne.

(Auch hier erkennt man die Kluft zwischen Berufs- und freiwilliger Feuerwehr, die sich seit Dienstantritt Sandbergs auftat H.A.)

 

Maxtorwache

 

Die drei erstgenannten traten im Laufe der Verhandlungen über dem am 7. Dez. 1912 stattgefundenen großen Brand in der Kunstanstalt Nister vom Dienst zurück. Hierdurch ergab sich die Aufhebung der Feuerwache am Maxtor (28. Februar 1913), die bisher in der Zeit von 9 Uhr abends bis früh 5 Uhr von 8 freiwilligen Feuerwehrmännern der Abteilung I belegt war.

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