Für das größte Zeltlager (SA-Lager, Langwasser) des Reichsparteitag 1933 und angesichts der großen Entfernung (ca. 10 km) zur nächsten Feuerwache war es notwendig, das Lager unter den Schutz eines eigenen Löschzuges, bestehend aus Motorspritze und Mannschaftswagen, zu stellen. Die erste Lagerwache wurde in einem Gebäude der Schweinemastanstalt untergebracht.
Zum Reichsparteitag 1934 wurde der Löschzug am Ostrande des Lagers, in einem landwirtschaftlichen Betrieb des städt. Wohlfahrtsamtes untergebracht. Ein Teil der Gräte wurden in einer Scheune und ein anderer Teil in einer Baracke neben der Scheune untergebracht. Die Zugbesatzung, bestand aus 1 Brandmeister, 3 Oberfeuerwehrmännern und 24 Feuerwehrmännern.
1936 wurde zur Unterbringung der Löschmannschaft und der Fahrzeuge an gleicher Stelle eine neue Feuerwache aus Holz errichtet. Diese SA-Lagerfeuerwache wurde während der Parteitage mit 1 Oberbrandmeister, 6 Brandmeister und 25 Feuerwehrmänner der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr besetzt und verfügten über 2 Löschzüge, bestehend aus 2 Kraftfahrspritzen und 2 geländegängigen Stoßtrupp-Wagen mit Schlauchhaspelanhänger.
Ab 21.11.1939 bis Ende des Krieges wurde der größte Teil des Reichsparteitagsgeländes als Gefangenenlager verwendet. In dieser Zeit, wurde eine ständige Feuersicherheitswache in der Stärke von 1 Bezirksleutnant und 6 Wachtmeister gestellt.
Nach Kriegsende bis 1960 wurde die Lagerfeuerwache beibehalten und dem Wachbezirks „Mitte“ zugeteilt. Sie erhielt die Bezeichnung „Feuerwache Brandgraben“ und verfügte über 1 Tanklöschfahrzeug mit einer Besatzung von 4 Feuerwehrmännern, 1955 wurde die Wachstärke auf 6 Feuerwehrmännern erhöht. Die Wache diente zum Schutz der Flüchtlingslager und der anschließenden Randsiedlungen. (Wohnsiedlung Meisserstraße, Valkalager, Estenlager, Vogelherd, Fischbachlager, Durchgangslager Regensburger Straße, Barackenlager Allersberger Straße 391 und 602, Bauarbeiterunterkunft Allersberger Straße 303, Wirtschaftsbetrieb Moorenbrunn, Übergangsheim am Straßenholz, MAN-Siedlung am Harnischschlag und des Friedensdorf)
1960 wurde die Wache abgerissen. Sie befand sich an der Einmündung der Jauerstraße in die Gleiwitzer Straße (bis 1945 Von-der-Pfrodten-Straße).






